Segen

In einer buddhistischen Zeremonie haben wir unsere Partnerschaft von einem Mönch segnen lassen. Eine Heirat im christlichen Sinne wollten wir nicht, aber diese wunderbare Zeremonie war für uns genau richtig

In einer buddhistischen Zeremonie haben wir unsere Partnerschaft von einem Mönch segnen lassen. Eine Heirat im christlichen Sinne wollten wir nicht, aber diese wunderbare Zeremonie war für uns genau richtig

Auch, wenn wir noch keinen festen Zeitpunkt für unsere Weiterreise haben, haben wir doch schon mal für unsere gemeinsame “Lebensreise” etwas fix gemacht. Wir freuen uns, dass uns die Möglichkeit dazu durch unseren Freund Andreas geboten wurde, der in Innsbruck ein buddhistisches Zentrum leitet und uns Banthe Seelawansa vermittelt hat. Dass wir dieses sehr ungewöhnliche Ereignis mit diesem spirituellen Meister zelebrieren durften, ist uns eine Ehre.

8 Monate später

Liebe Besucher unserer Seite,

gestern erreicht mich eine Mail, die uns sehr berührt hat. Eine Leserin unseres Blogs hat sich gemeldet und sich nach Erika erkundigt. Nun habe ich gar nicht mehr daran gedacht, dass es immer noch einige Leser gibt, die hin und wieder vorbei schauen und Infos haben möchten. Mein Fehler, sorry vielmals, ich gebe Euch hiermit einen Stand der Dinge.

Gut 8 Monate ist der Unfall jetzt her. Erika ist soweit wieder hergestellt, äußerlich ist nicht z uerkennen, dass sie einen schlimmen Unfall hatte. Innerlich sind die Wunden soweit gut verheilt, alle Knochenbrüche sind gut zusammen gewachsen, nur die rechte Hand macht sich nach wie vor bemerkbar und muss im März noch einmal kurz operiert werden. Die körperliche Kondition ist noch nicht wieder hergestellt und momentan können wir nur zaghafte Pläne machen, aber keinen, der sich auf ein bstimmtes Datum bezieht. Wir denken, dass wir in der Tat unsere Reise neu starten können, aber sicher nicht vor Mai oder Juni 2016. So viel Geduld müssen wir haben.

Auch, wenn wir uns auf das Weihnachtsfest freuen, sind wir doch auch traurig, dass wir jetzt nicht in Thailand sein können. Unsere Freunde, die wir dort eigentlich treffen sollten, sind vor 2 Wochen alleine los geflogen. Nun denken wir positiv und freuen uns, wenn die Pläne gemacht werden und  wir wieder an das Reisen denken können.

Bis dahin….

War das jetzt ein Abenteuer?

Wir sind wieder Zuhause, endlich, nach 4 Wochen voller widersprüchlicher Emotionen, Hoffnung, Enttäuschung, Angst, Tränen, und Erlösung. Es liest sich pathetisch und so ist es auch (ein Stück weit) gemeint. Waren diese Wochen ein Abenteuer? Ist so ein Frage unanständig angesichts dessen, was wir erlebt haben und Erika immer noch für sich erlebt?

Ende April fällt Erika von einer 5 Meter hohen Festungsmauer in Cartagena/Kolumbien und verletzt sich lebensgefährlich. Sie bricht sich etliche Knochen, hat innere Verletzungen und wird in das örtliche Krankenhaus Bocagrande eingeliefert. Hier erleben wir beide zum ersten Mal, wie sich Krankenhaus ausserhalb unserer Hemisphäre anfühlt. Schon die ersten Stunden machen mir klar, was uns erwartet.
Die gesamte Woche in diesem Krankenhaus entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden und extrem stressigen Ereignis. Nicht nur, dass wir keinerlei Spanisch sprechen, es war auch so, dass keiner Englisch sprach. Hier und da hatten wir etwas Hilfe, aber in den täglichen Dingen war ich sehr hilflos und so machten selbst die einfachsten Dinge große Schwierigkeiten.
Nach etwa 14 Tagen wurden wir dann endlich von einem Arzt aus Österreich abgeholt und nach Innsbruck geflogen. Hier stellte sich dann heraus, dass die Ärzte in Kolumbien viele Verletzungen und Brüche gar nicht festgestellt hatten, unter anderem einen Halswirbelbruch. Glück im Unglück: hätten die Ärzte die ganzen Verletzungen gesehen, hätten wir nicht zurückfliegen können und wären wahrscheinlich jetzt (knapp 5 Wochen nach dem Unfall) noch dort. Bedenklich ist es aber schon, dass man sich nicht sicher sein kann, ob alle Dinge erkannt werden wenn man sich in dem Land aufhält.
Erika macht gute Heilungsfortschritte. Sie kann wieder halbwegs gehen und die Schmerzen sind dank starker Schmerzmittel im Griff. Beide Hände wurden operiert und mit Implantaten versehen, derzeit sind sie noch eingegipst. In einigen Wochen wird die Reha beginnen und wir schätzen, dass in etwa einem Jahr alles überstanden sein wird. Derzeit gehe ich davon aus, dass keine grossen Einschränkungen in der Bewegung verbleiben.

Was wird aus unserer Reise? Wir wissen es beide nicht. Wir haben beide einen Schock erlitten und sind derzeit nicht in Reiselaune, was verständlich ist. Ich würde gerne die Reise wieder aufnehmen, in einem Jahr vielleicht. Aber es ist noch viel zu früh, darüber etwas zu sagen, geschweige denn, zu planen. Dazu kommt, dass ich ja noch lange nicht in Rente bin, anders als Erika, die seit März diesen Jahres Pension bezieht. Wir machen uns Gedanken über die Reise, wenn es soweit ist.

Den Blog weiter zu führen macht ohne Reise keinen Sinn. Ich lasse alles so stehen, wie es ist und setze mich dann wieder dran, wenn wir wieder los fahren. Solltest Du die Geschichte des Unfalls nachlesen wollen, dann schau bitte unter Länder->Kolumbien nach. Ich hoffe, Du kommst unseren Blog wieder besuchen. Vielen Dank bis dahin, alles Gute.

 

¿Alguien puede hablar Inglés? …

Kolumbien - und kein Kaffee in Sicht. Kein Wunder, dass Francis Drake die Belagerung Cartagenas aufgegeben hat

Kolumbien – und kein Kaffee in Sicht. Kein Wunder, dass Francis Drake die Belagerung Cartagenas aufgegeben hat

… Kann hier irgendjemand Englisch? Nein? Oh oh….

(thomas) Cartagena, die große, Fast-Millionenstadt im Norden Kolumbiens soll laut einem bekannten Reiseführer die Perle Kolumbiens, ach was, die Perle Südamerikas sein. Dem können wir beipflichten. Da wir nur 2 Städte bisher gesehen haben, nämlich Barranquilla bei Nacht und eben Cartagena seit ein paar Tagen (und Abenden), fällt es nicht schwer das zu sagen. In der Tat ist diese brodelnde Stadt eine Besonderheit. Sie hat uns in den Bann gezogen, sie ist bunt, mit wunderschönem historischen Stadtkern, und einer quirligen Menschenmasse, die einen einfach mitreißt. Cartagena ist nun wegen unseres Sprachkurses noch 2 Wochen unser Zuhause. Englisch, das war unsere erste Lektion, kann hier keiner.

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Colombia, we´re coming

(thomas) Wir haben die Tage auf Bonaire genossen, wir waren super faul, super verbrannt und super entspannt. Unser „Herbergsvater“ Jack war ist sehr nett und das Apartement passte auch. Alles in allem waren die ersten 2 Wochen Weltreise ein Klacks, wenngleich uns der weiße Sandstrand mit Palmen etwas gefehlt hat. Das holen wir aber sicher nach. Ich weiss auch schon, wo.

Gleich geht unser Flieger, den wir hoffentlich – auch ohne offizielles Weiterreiseticket aus Kolumbien – kriegen werden. Wir sind sehr gespannt, was nun kommt. Südamerika ist für uns beide komplett neu und Kolumbien hat mitunter einen zweifelhaften Ruf. Auf der anderen Seite haben uns die Kollegen aus meinem Lieblings-Weltreiseforum alle gesagt, dass es absolut eine Reise wert ist. Lassen wir uns überraschen.



Tennis mit Mosquitos

(thomas) Mir ist immer noch heiss. Jetzt sind wir schon bald 2 Wochen hier, aber es wird nicht besser kühler. Und ich kann bisher auch nicht sehen, dass ich durch den Wasserverlust abgenommen hätte. Mein rechter Arm wird sicher an Umfang dazu gewonnen haben, weil wir abends und ich auch nachts ständig auf Mosquitojagd sind mit unserem Tennisschläger, der tödliche Stromstösse verteilt. Unser schlechtes Gewissen hält sich in Grenzen, was sicher auf Gegenseitigkeit beruht.

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