Warum wir wieder zu Hause sind

Auch unser 2. Versuch, eine lange Reise zu machen, ist nicht so erfolgreich, wie wir gehofft haben. Nachdem ich (Thomas) in den vergangenen Wochen 3-mal Antibiotika nehmen musste und ich zuletzt mit einer 5 Tage dauernden Verstopfung zu kämpfen hatte, fühlte ich mich schlecht, ausgezehrt und auch unsicher, was unsere nächsten Ziele anging. Meine Körper war  aus der Balance und mein Denken ging immer dahin, ob ich denn auch einen Arzt in der Nähe habe. Der Spass war für mich dahin und das Reisen eine Belastung. Der Abbruch war für meine beiden Mitreisenden natürlich eine sehr üble Nachricht, die verständlicherweise zunächst auch Enttäuschung mit sich brachte.

Nun sind wir seit ein paar Wochen zuhause. Gedanken um eine neue Reise sperren wir derzeit aus. Mal schauen, welche Ziele sich in den nächsten Monaten ergeben.

Euch allen eine gute Zeit!

(Ich bitte um Verständnis, dass ich die Kommentarfunktion hier ausgeschaltet habe)

Mit Sri Lanka geht es wieder (weiter) los

Wir haben uns entschieden: ab 31.10. geht es wieder los. Nach unserem Zwangsabbruch vor 18 Monaten sind wir beide wieder bereit, ein neues Abenteuer zu wagen. Ein wenig anders, ein wenig kürzer und nicht ganz so “einmalrum” wie ursprünglich, aber mit nicht weniger Spass.

Und so sieht´s aus: in 3 Tagen fliegen wir nach Colombo auf Sri L,anka, dort werden wir 2 Wochen die Insel erkunden. Unsere Freundin Christine kommt am 15.11. nach und wir machen dann zunächst eine 2-wöchige Ayurveda- Kur.  Danach geht es weiter nach Thailand. Wir werden etwa 3 Monate zu dritt durch Asien reisen. Schon vor ein paar Jahren waren wir drei gemeinsam unterwegs und da das so unkompliziert und sehr, sehr lustig war, werden wir diesmal einen drauf setzen. Spannend.

Christine, Thomas, Erika auf Bali 2013

Christine, Thomas, Erika auf Bali 2013

Also, dranbleiben es wird viel Neues geben!

Segen

In einer buddhistischen Zeremonie haben wir unsere Partnerschaft von einem Mönch segnen lassen. Eine Heirat im christlichen Sinne wollten wir nicht, aber diese wunderbare Zeremonie war für uns genau richtig

In einer buddhistischen Zeremonie haben wir unsere Partnerschaft von einem Mönch segnen lassen. Eine Heirat im christlichen Sinne wollten wir nicht, aber diese wunderbare Zeremonie war für uns genau richtig

Auch, wenn wir noch keinen festen Zeitpunkt für unsere Weiterreise haben, haben wir doch schon mal für unsere gemeinsame “Lebensreise” etwas fix gemacht. Wir freuen uns, dass uns die Möglichkeit dazu durch unseren Freund Andreas geboten wurde, der in Innsbruck ein buddhistisches Zentrum leitet und uns Banthe Seelawansa vermittelt hat. Dass wir dieses sehr ungewöhnliche Ereignis mit diesem spirituellen Meister zelebrieren durften, ist uns eine Ehre.

Es geht zurück nach Hause

Ihr Lieben,
heute vormittag ist alles in die Wege geleitet worden, wir können nach Hause fliegen. Der Arzt, der aus Österreich kommt um uns abzuholen, wird am Wochenende ankommen, wir werden etwa am Montag in Innsbruck landen.

Diese zwei Wochen hier haben uns ein paar Dinge gezeigt. Zum Einen ganz klar: wir haben Freunde zu Hause, die sich kümmern. Ich wünsche niemandem so einen Unfall, aber wenn es so sein sollte, dann auch solche Freunde. Danke für alles.
Dann: ab sofort werde ich nicht mehr motzen, wenn die Krankenkassenbeiträge erhöht werden! Ich weiss jetzt, wofür wir diese hohen Beiträge zahlen und ich zahle sie nun gerne. Der Arzt hier vor Ort ist wirklich gut, aber die Begleitumstände sind eine Katastrophe. Mehr dazu an anderer Stelle später.
Weiters: wir haben uns bewusst für ein sehr gutes Hotel hier vor Ort in direkter Nähe zum Krankenhaus entschieden. Das Hilton ist perfekt. Das Zimmer sehr groß, der Service Weltklasse (es gibt u.a. einen Krankenpfleger, der Erika täglich die OP-Wunden versorgt), Rollstuhl, sehr ruhiges Zimmer und super aufmerksame und sehr empathische Angestellte. Der Preis entspricht im übrigen dem eines Mittelklasse-Hotels in Österreich.
Und natürlich haben wir die vielleicht wichtigste Lektion gelernt: mach keinen Scheiss auf irgendeiner 5 Meter hohen Mauer, von der du abstürzen kannst! Die Wunden mögen schnell verheilen (obwohl das im Falle von Erika noch ein langes Nachspiel haben wird), aber die weitere Konsequenz kann, wie in unserem Fall, heissen: Abbruch und nach Hause. Tschüss, Weltreise…

Es ist keine Frage, wir sind beide sehr glücklich, dass wir nach Hause können, aber unser Traum ist eben auch geplatzt. Bei aller Freude darüber, dass Erika mit dem Leben davon gekommen ist, sind wir auch traurig und niedergeschlagen. Sicher werden wir noch ein paar Länder besuchen, irgendwann, aber dann ist das anders. Ausserdem muss ich ja irgendwann noch einmal arbeiten gehen.
Wir müssen uns nun neu organisieren und in ein paar Wochen werden wir sehen, was von all dem übrig bleibt.

Wir freuen uns auf zuhause.

Hoffnung und Entspannung

Erika ist vom behandelnden Arzt soweit flugtauglich erklärt worden, vorausgesetzt, dass bis Mittwoch abend (österr. Zeit) keine Komplikationen auftreten. Dann fliegt ein Arzt von der Tyrolean Air Ambulance hierher und holt uns ab. Wenn alles gut geht, sind wir geschätzt am Samstag in Innsbruck, wo Erika zunächst in der Klinik verbleiben wird.

Seit Samstagabend (gestern) sind wir im Hotel, nachdem klar war, dass Erika im Prinzip stabil genug ist. Die knappe Woche im Krankenhaus war für uns beide der blanke Horror, ich kann das nicht anders beschreiben. Nicht nur der Unfall an sich war schrecklich, sondern auch die teilweise Unfähigkeit des Krankenhaus-Personals und deren vollkommene Hörigkeit zu den Ärzten. Beispielsweise wurden die frischen (kleinen) Schnitte der Chirurgie überhaupt nicht weiter versorgt, sondern man hat sie einfach so belassen, weil der Arzt nicht gesagt hat, man müsse sie versorgen… Einige sehr positive Ausnahmen gab es natürlich auch, eine Jung-Ärztin, die Deutsch sprechen kann und uns tatkräftig unterstützt hat, ein paar Schwestern, die hier und da hineingeschaut haben, obwohl es nicht deren Station war und natürlich auch die, die einfach ihre Arbeit gut gemacht haben. Dennoch, die Schmerzen haben von Erika das Äusserste gefordert. Emotional sind wir beide am Ende und als gestern abend wieder Schmerzen im Bauch auftraten, haben wir beide voller Angst im Bett gelegen. Letztendlich waren es normale Schmerzen, die bei einer OP vorkommen. Heute hat sich bisher nicht weiter gezeigt.

Ich werde mir vielleicht noch die Tage die Zeit nehmen und die ganzen Geschehnisse aufschreiben.

Wir hoffen, dass nun diese Geschichte hier einen Abschluss findet. Drückt uns bitte einfach feste die Daumen. Sollte es Neuigkeiten geben, schreibe ich etwas dazu.

Danke Euch allen für Eure Unterstützung.

Aktuell

Erikas Zustand hat sich gebessert, wenngleich sie noch nicht transportfähig ist. Sie hat Knochenbrüche, die noch operiert (genagelt/geschraubt) werden müssen, aber aufgrund einer anderen Verletzung kann sie nicht fliegen. Es ist schwierig, weil sie natürlich keine weitere OP hier machen lassen will. Wir haben aber nur ein begrenztes Zeitfenster, bevor die Knochenbrüche gemacht werden müssen, maximal 14 Tage. Die Ärzte hier sind ok, aber die Umstände sind aufgrund unserer Sprachunkenntnis vollkommen untragbar. Selbst die von uns angedachte Verlegung in eine Privatklinik würde nichts an den Umständen ändern, wie man uns von verschiedenen Seiten gesagt hat.

Wir erfahren viel Hilfe von Euch und von den Mitgliedern des Weltreise Forums, wo ich einen Hilferuf abgesetzt hatte. Wir wissen Eure Anteilnahme sehr zu schätzen und können uns vorstellen, wie hilflos ihr euch fühlt. Ganz besonders gilt das für die Kinder von Erika, die Tag und Nacht wach sind und versuchen, was zu versuchen ist uns zu unterstützen. Sie haben den österr. Konsul aktiviert, was sehr viel gebracht hat. Eine Jung-Ärztin hier kann etwas deutsch und ihr Vater war gestern hier (ein Deutscher) und hilft uns ebenso. Die Freunde der Freunde der Freunde aus dem Forum melden sich bei mir und bieten Hilfe an. Dafür liebe ich das Internet.

Mehr später an dieser Stelle, der Arzt kommt.

Ganz aktuell: wir können, wenn alles gut geht am Donnerstag nach Hause fliegen! Morgen verlassen wir das Krankenhaus und dann entscheidet sich die nächsten Tage alles weitere.

Leider sind die obigen “guten Nachrichten” so nicht zu halten. Die Transportfähigkeit von Erika kann von der Tirolean Air Ambulance, die uns zurückholen soll, nicht nach 10 Tagen für einen Langstreckenflug gegeben werden. Wir sind verwirrt und fertig.