Na also…. Bericht aus Sri Lanka

(thomas) Der erste Teil unserer Reise nähert sich langsam dem Ende, heute ist der letzte Tag in einem etwas besseren Hotel als sonst. Dennoch sind Erika und ich eher geneigt, die einfacheren, aber persönlicheren Unterkünfte zu wählen. Dieses hier wurde uns von Chandra, unserem Reiseguide vorab gebucht. Nicht schlecht, aber zu viele junge Leute, die sich von 21 Uhr bis morgens um 6 die Nächte mit der hauseigenen Technobar um die Ohren hauen. Nicht unbedingt unser Ding.

Weiterlesen

Neues? Nix Neues (zunächst)

Wir warten, dass wir Zeit haben, etwas zu schreiben. Echt, wir sind jeden Tag Morgens raus und erst Abends in irgendeinem Hotel, mal mit Internet (wie heute), mal ohne (meist). Einen ersten Versuch, etwas zu schreiben, habe ich gestern aufgegeben, es läuft noch nicht alles rund in der Webseite. Ist wohl etwas eingerostet.

Also: in Kürze wirklich viele Neuigkeiten, viele Fotos und einige handfeste Überraschungen… Ende der Woche sind wir für ein paar Tage hintereinander in einem Hotel, dann sollte eigentlich alles klappen.

Was hat denn unserer Reise mit Elefantendreck zu tun? Und warum riecht der nicht? ... mehr dazu später...

Was hat denn unsere Reise mit Elefantendreck zu tun? Und warum riecht der nicht? … mehr dazu später…

Mit Sri Lanka geht es wieder (weiter) los

Wir haben uns entschieden: ab 31.10. geht es wieder los. Nach unserem Zwangsabbruch vor 18 Monaten sind wir beide wieder bereit, ein neues Abenteuer zu wagen. Ein wenig anders, ein wenig kürzer und nicht ganz so “einmalrum” wie ursprünglich, aber mit nicht weniger Spass.

Und so sieht´s aus: in 3 Tagen fliegen wir nach Colombo auf Sri L,anka, dort werden wir 2 Wochen die Insel erkunden. Unsere Freundin Christine kommt am 15.11. nach und wir machen dann zunächst eine 2-wöchige Ayurveda- Kur.  Danach geht es weiter nach Thailand. Wir werden etwa 3 Monate zu dritt durch Asien reisen. Schon vor ein paar Jahren waren wir drei gemeinsam unterwegs und da das so unkompliziert und sehr, sehr lustig war, werden wir diesmal einen drauf setzen. Spannend.

Christine, Thomas, Erika auf Bali 2013

Christine, Thomas, Erika auf Bali 2013

Also, dranbleiben es wird viel Neues geben!

Segen

In einer buddhistischen Zeremonie haben wir unsere Partnerschaft von einem Mönch segnen lassen. Eine Heirat im christlichen Sinne wollten wir nicht, aber diese wunderbare Zeremonie war für uns genau richtig

In einer buddhistischen Zeremonie haben wir unsere Partnerschaft von einem Mönch segnen lassen. Eine Heirat im christlichen Sinne wollten wir nicht, aber diese wunderbare Zeremonie war für uns genau richtig

Auch, wenn wir noch keinen festen Zeitpunkt für unsere Weiterreise haben, haben wir doch schon mal für unsere gemeinsame “Lebensreise” etwas fix gemacht. Wir freuen uns, dass uns die Möglichkeit dazu durch unseren Freund Andreas geboten wurde, der in Innsbruck ein buddhistisches Zentrum leitet und uns Banthe Seelawansa vermittelt hat. Dass wir dieses sehr ungewöhnliche Ereignis mit diesem spirituellen Meister zelebrieren durften, ist uns eine Ehre.

8 Monate später

Liebe Besucher unserer Seite,

gestern erreicht mich eine Mail, die uns sehr berührt hat. Eine Leserin unseres Blogs hat sich gemeldet und sich nach Erika erkundigt. Nun habe ich gar nicht mehr daran gedacht, dass es immer noch einige Leser gibt, die hin und wieder vorbei schauen und Infos haben möchten. Mein Fehler, sorry vielmals, ich gebe Euch hiermit einen Stand der Dinge.

Gut 8 Monate ist der Unfall jetzt her. Erika ist soweit wieder hergestellt, äußerlich ist nicht z uerkennen, dass sie einen schlimmen Unfall hatte. Innerlich sind die Wunden soweit gut verheilt, alle Knochenbrüche sind gut zusammen gewachsen, nur die rechte Hand macht sich nach wie vor bemerkbar und muss im März noch einmal kurz operiert werden. Die körperliche Kondition ist noch nicht wieder hergestellt und momentan können wir nur zaghafte Pläne machen, aber keinen, der sich auf ein bstimmtes Datum bezieht. Wir denken, dass wir in der Tat unsere Reise neu starten können, aber sicher nicht vor Mai oder Juni 2016. So viel Geduld müssen wir haben.

Auch, wenn wir uns auf das Weihnachtsfest freuen, sind wir doch auch traurig, dass wir jetzt nicht in Thailand sein können. Unsere Freunde, die wir dort eigentlich treffen sollten, sind vor 2 Wochen alleine los geflogen. Nun denken wir positiv und freuen uns, wenn die Pläne gemacht werden und  wir wieder an das Reisen denken können.

Bis dahin….

War das jetzt ein Abenteuer?

Wir sind wieder Zuhause, endlich, nach 4 Wochen voller widersprüchlicher Emotionen, Hoffnung, Enttäuschung, Angst, Tränen, und Erlösung. Es liest sich pathetisch und so ist es auch (ein Stück weit) gemeint. Waren diese Wochen ein Abenteuer? Ist so ein Frage unanständig angesichts dessen, was wir erlebt haben und Erika immer noch für sich erlebt?

Ende April fällt Erika von einer 5 Meter hohen Festungsmauer in Cartagena/Kolumbien und verletzt sich lebensgefährlich. Sie bricht sich etliche Knochen, hat innere Verletzungen und wird in das örtliche Krankenhaus Bocagrande eingeliefert. Hier erleben wir beide zum ersten Mal, wie sich Krankenhaus ausserhalb unserer Hemisphäre anfühlt. Schon die ersten Stunden machen mir klar, was uns erwartet.
Die gesamte Woche in diesem Krankenhaus entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden und extrem stressigen Ereignis. Nicht nur, dass wir keinerlei Spanisch sprechen, es war auch so, dass keiner Englisch sprach. Hier und da hatten wir etwas Hilfe, aber in den täglichen Dingen war ich sehr hilflos und so machten selbst die einfachsten Dinge große Schwierigkeiten.
Nach etwa 14 Tagen wurden wir dann endlich von einem Arzt aus Österreich abgeholt und nach Innsbruck geflogen. Hier stellte sich dann heraus, dass die Ärzte in Kolumbien viele Verletzungen und Brüche gar nicht festgestellt hatten, unter anderem einen Halswirbelbruch. Glück im Unglück: hätten die Ärzte die ganzen Verletzungen gesehen, hätten wir nicht zurückfliegen können und wären wahrscheinlich jetzt (knapp 5 Wochen nach dem Unfall) noch dort. Bedenklich ist es aber schon, dass man sich nicht sicher sein kann, ob alle Dinge erkannt werden wenn man sich in dem Land aufhält.
Erika macht gute Heilungsfortschritte. Sie kann wieder halbwegs gehen und die Schmerzen sind dank starker Schmerzmittel im Griff. Beide Hände wurden operiert und mit Implantaten versehen, derzeit sind sie noch eingegipst. In einigen Wochen wird die Reha beginnen und wir schätzen, dass in etwa einem Jahr alles überstanden sein wird. Derzeit gehe ich davon aus, dass keine grossen Einschränkungen in der Bewegung verbleiben.

Was wird aus unserer Reise? Wir wissen es beide nicht. Wir haben beide einen Schock erlitten und sind derzeit nicht in Reiselaune, was verständlich ist. Ich würde gerne die Reise wieder aufnehmen, in einem Jahr vielleicht. Aber es ist noch viel zu früh, darüber etwas zu sagen, geschweige denn, zu planen. Dazu kommt, dass ich ja noch lange nicht in Rente bin, anders als Erika, die seit März diesen Jahres Pension bezieht. Wir machen uns Gedanken über die Reise, wenn es soweit ist.

Den Blog weiter zu führen macht ohne Reise keinen Sinn. Ich lasse alles so stehen, wie es ist und setze mich dann wieder dran, wenn wir wieder los fahren. Solltest Du die Geschichte des Unfalls nachlesen wollen, dann schau bitte unter Länder->Kolumbien nach. Ich hoffe, Du kommst unseren Blog wieder besuchen. Vielen Dank bis dahin, alles Gute.