Langsam gen Norden

Fotografin bei der Arbeit

Fotografin bei der Arbeit

Bangkok ist unsere erste Station in Thailand und wer es nicht kennt, weiß nichts vom Verkehrskollaps. „BKK“, wie der gewiefte Traveller diesen Koloss nennt, gibt sich auch bei unserem Besuch wie eh und je asiatisch-hektisch, laut und dreckig und mit richtig vielen und sehr preiswerten Essendständen. Na ja, über „Bang“ (wie der inzwischen genervte Traveller sagt) kann man ohne Ende Geschichten lesen, daher hier einfach mal nur das, dass wir sehr angenehm und preiswert etwas ausserhalb des Stadtkerns eine Bleibe gefunden haben mit liebevoll gepflegtem Garten und eiskalten Pool. Brrrr…. „Kok“, wie der jetzt (sprach-)faule Traveller sagt, bietet also durchaus ruhige Plätze. Überhaupt war es subjektiv betrachtet ruhiger als sonst, da die Thais wegen des Todes des Königs Bhumibol im Oktober alles etwas ruhiger angehen lassen.

Nächste Station Ayutthaya, etwa 70 km nördlich. Wirklich sehr interessante Überreste eines Königreiches lassen sich hier betrachten, überaus kunstvoll, groß und sehr beeindruckend. Die über 400 Jahre alten Bauwerke sind auch ohne deren dicke, kalkhaltigen Verputze, die man noch hier und da erahnen kann, mächtig. Uns hat die Grösse und Vielzahl der wunderbaren Bauwerke etwas erschlagen. Ein toller Besuch und obendrein auch noch kostenfrei (eben wegen des Todes vom König).

Lecker?

Lecker?

Auch, wenn Ayutthaya die bekanntere Stadt mit alten Bauwerken ist, die noch viel ältere Stadt ist doch Sukhothai, wiederum weiter hoch im Norden, nun etwa in der Mitte des Landes. Auch hier sind wir wieder mit dem Zug unterwegs, diesmal aber mit reservierten Sitzplätzen, da wir beim letzten Mal lange stehen mussten. Mönche haben es da besser, die haben immer reservierte Plätze. Zugfahrten sind ein unbedingtes Muss in Thailand, wie auch in anderen asiatischen Ländern. Wenn man schon nur wenige Tage in einem Land verbringt wie wir, dann bitteschön auch unters Volk mischen, soweit das überhaupt geht. Für Essen und Trinken ist immer gesorgt, da permanent Verkäufer unterwegs sind und Huhn, Süssigkeiten, Getränke und Pad Thai (Nudelgericht) anbieten. Ziemlich lecker, ziemlich billig. Später kommt dann eine Verkäuferin und bietet Tücher zum Erfrischen an – tiefgefroren. Da kann sich die deutsche Bahn mal was abschauen.

In Sukhothai haben wir ein Hotel mit sehr, sehr netten Angestellten, schönem Pool und recht nah am alten Stadtkern, den wir am nächsten Tag mit dem Fahrrad erkunden. Auch hier ist freier Eintritt, das Fahrrad kostet dann aber 10 Baht, etwa 25 Cent. Hier, im historischen Park befinden sich auf über 70 000 qm von der UNESCO geschützte und als Weltkulturerbe anerkannte, über 800 Jahre alte Tempelanlagen, was in etwa dem Alter vom berühmten Tempel Angkor Wat in Kambodscha entspricht. In der Tat haben die Khmer auch in der Anlage von Sukhothai mindestens architektonisch Einfluss genommen.
Ein anderes Wort als gigantisch für diesen Komplex fällt mir nicht ein, wir waren alle begeistert von den teilweise filigranen Verzierungen, der mächtigen und eindrucksvollen Grösse und den vielen Buddha-Statuen, die auf dem ganzen Gelände verteilt stehen. Super interessant, absolut empfehlenswert. Interessanterweise waren nur sehr wenige Touristen dort, das hat den eh schon ruhigen Park noch ruhiger gemacht. Die obligatorische Reisegruppe, Fähnchen-schwenkender Guide vorneweg, laut lachend-feixende, schmerbäuchige Langnasen hinterher, waren dann doch noch da und rückten unser Weltbild vom an Hochkultur voll desinteressierten Westler wieder zurecht. Ganz zum Schluss zockelt noch einer der Gruppe hinterher, ein kleines Liedchen vor sich hin pfeifend. Schmock.

Ayutthaya war toll, aber uns hat Sukothai besser gefallen. Es war insgesamt ruhiger, gemächlicher und wie man vielleicht an den Fotos sieht, hat es einfach mehr tolle Motive gegeben. Falls ihr mit Facebook unterwegs seid, dann verbindet euch mit uns, ganz aktuelle Sachen geben wir dort auch bekannt (Christine Böhler, Eri Petsch und Thomas Haake suchen)

Galerie Ayutthaya

Galerie Sukothai

5 Comments

  1. Hallo ihr drei Hübschen,
    das sind wieder sehr beeindruckende Bilder. Da meine jüngste Schwester Hedi auch schon 2x in Thailand
    war, habe ich schon einiges an Bildern gesehen, die Euren sind jedoch imposanter.
    Ich danke Euch für die wunderschönen Bilder und wünsche für die Weiterreise faszinierende Erlebnisse
    wo wir dann wieder teilhaben können.
    Alles Gute Herta

  2. Hallo Ihr Lieben,
    wieder sehr gut geschrieben und tolle Bilder. Mir haben die Fotos von Sukothai auch besser gefallen. Wahrscheinlich die Bauweise war liebevoller oder waren es die Buddas. Egal hauptsache euch geht es gut und ihr genießt die Reise.
    Bei uns im Gegensatz zu euch ist es sehr kalt. Schnee gibt es noch nicht, aber dafür regieren hier die Weihnachtsmärkte. Wir trinken auch für euch einen Glühwein mit
    Ganz liebe Grüße aus der Heimat.

  3. Hallo!
    Genieße es immer eure Bilder anzusehen,bei uns beginnt ab heute der volle Weihnachtsstress(schrecklich);darum habe ich mir vorgenommen heute in Ruhe zu schreiben,

    Wir wünschen euch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
    und dir liebe Erika alles liebe und gute und Gesundheit zum Geburtstag

    Ganz Liebe Grüsse von Andrea und Schorsch

    • Liebe Andrea,
      danke für deine lieben Worte. Ich hoffe, dass es trotz Stress ein paar ruhige Stunden für euch geben wird an Weihnachten. Die ihr dann hoffentlich mit eurem Enkel genießen könnt.

      Wünsche euch alles Liebe und Gute für’s neue Jahr.

      Mit ganz lieben Grüßen aus Chaung Tha in Myanmar, Erika, Thomas und Christine

  4. Auch aus Heidelberg ganz liebe Grüße – und jetzt würde mich brennend interessieren, wie das mit der Einreise nach Myanmar geklappt hat! Seid ihr über Tachilek rein? Und wie dann weiter????

    Noch eine tolle Zeit in Myanmar – und ich bin schon riesig gespannt auf weitere Berichte (bei uns gehts in 2 Wochen los!),
    Renate

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